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Rückblick 2025

Die Lebensmittelretterin Pia Frank schilderte in einem interessanten Vortrag Hintergründe und ihr Engagement in diesem Bereich. In Deutschland werden 10,8 -12 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich weggeworfen. Seit 10 Jahren versucht Frau Frank diese Verschwendung mit weiteren Mitstreitern zu bekämpfen. Die Lebensmittelretter sind in dem eingetragenen Verein LEBENS-mittel  Retten und mehr e. V.  organisiert. Dabei werden mit Bäckereien, Metzgereien,  Direktvermarktern , Discountern usw. Verträge geschlossen, damit dort Lebensmittel und auch weitere Produkte z. B. Drogerieprodukte gerettet werden können. So werden nicht nur Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern auch z. B. Artikel, bei denen sich die Packungsgröße geändert hat oder die Verpackung beschädigt ist oder ein neues Design hat, gerettet . Saisonartikel zu Weihnachten und Ostern werden ebenfalls abgegeben, weil die Läden keine Lagerkapazität haben, um die Artikel bis zur nächsten Saison zu lagern. So landen nicht nur Schokolade etc. bei Frau Frank, sondern auch z.B. Kerzen,  Servietten, Badelatschen, Mützen und vieles mehr. Frau Frank kennt viele bedürftige Haushalte, an die sie die Produkte weitergeben kann. Außerdem unterstützt sie Obdachlosenhilfevereine.  Bei größeren Mengen, gibt Frau Frank die Artikel an die anderen Lebensmittelretterkollegen weiter. Auch Fehlbestellungen landen bei Frau Frank. So rettete und verteilte sie an Sylvester ab 17 Uhr 90 Baguette, weil statt gelieferten 100 Baguette nur 10 Baguette bestellt wurden.  Frau Frank muss, oft kurzfristig, bei den verschiedenen Läden abholen. Sie fährt dabei 7500 km im Jahr und ist 20 - 30 Stunden in der Woche beschäftigt, um die Produkte zu holen,  zu sortieren und zu verteilen. Sie ist keine Konkurrenz zur Tafel und verteilt auch nicht ausschließlich an Bedürftige, sondern an jedermann, der Lebensmittel retten möchte. So versorgt sie Haushalte, die nicht zu den Tafeln nach Hilpoltstein, Greding und Roth fahren können. Frau Frank wies auf die verschiedenen Organisationen hin, die auch Lebensmittel retten. Sie erklärte den Unterschied zur Tafel, zum Containern und zum Foodsharing. Sie gab Tipps, wie jeder der Verschwendung entgegenwirken kann, z.B. reduzierte Waren vor dem Verfallsdatum oder die Lebensmittelrettertüten, die es teilweise in Supermärkten gibt, zu kaufen. Nach dem Motto Sehen, Riechen, Schmecken kann vieles noch verwendet bzw. weiterverarbeitet werden. Nachdem die Teilnehmer die Vielzahl an geretteten Produkten, die Frau Frank dabei hatte, bestaunt hatten, gingen sie mit neuem Antrieb und Ideen, wieder mehr der Verschwendung entgegenzuwirken, nach Hause.

Bericht und Bilder: Emma Gsänger