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Rückblick 2025

Am 08. Dezember, dem „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (lat. Sollemnitas in conceptione immaculata beatae Mariae virginis)“, kurz auch Maria Empfängnis, hielt Dr. Hildegard Gosebrink, in Zoom einen Vortrag mit dem Titel „Sünderin Eva und reine Maria?“. 14 Teilnehmerinnen fanden sich an diesem Abend zusammen, betrachteten unter anderem die Genesiserzählung über die Erschaffung des Menschen und die Vertreibung aus dem Paradies, bewunderten hochmittelalterliche Gemälde oder Türen, wie die Bernwardstür aus dem Hildesheimer Dom, die Eva als stillende Mutter zeigt, und diskutierten aktiv über die Rolle der Eva und der Maria. Das schlechte Image der Eva, dass sie die Verführerin sei, sei erst im Spätmittelalter aufgekommen, so Gosebrink. Zuvor hatte es durchaus eine hohe Wertschätzung gegenüber der biblischen Eva gegeben, wie Bildwerke früher Jahrhunderte zeigen. Im weiteren Verlauf skizzierte Gosebrink auch den historischen Weg, wie der 08.12 zu einem Festtag werden konnte. Im Spätmittelalter entbrannte eine Diskussion um die Erbsünde. Wie konnte Maria den Gottessohn gebären, wenn sie doch wie ein Mensch von der Erbsünde betroffen war? Auf diese Frage gab es verschiedene Antworten, letztlich setze sich aber die durch, dass Maria, auf natürlichem Wege empfangen, schon vor ihrer Geburt von Gott vor der Erbsünde bewahrt wurde. Mariä Empfängnis wurde im Jahr 1854 durch Papst Pius IX. offiziell als festes Kirchenfest eingeführt. Die Bulle Ineffabilis Deus vom 8. Dezember 1854 meditiert diese Festlegung. Die Veranstaltung bot einen spannenden und lehrreichen Einblick in biblische Fragen und die Entwicklung und Entstehung des Feiertages.

Bericht und Bild: KDFB Inga Schütte Diözesanvorstandsmitglied