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Rückblick

Veranstaltungen 2018

Diözesan-Delegiertenversammlung mit Neuwahl des Diözesanvorstandes
Vortrag "Frauenbund: Wo stehen wir? Was haben wir erreicht? Wo wollen wir hin?" von Christine Boehl, Vizepräsidentin KDFB Bundesverband

21.07.2018

Delegiertenversammlung des KDFB Diözesanverbands Eichstätt

Rund 120 Frauen waren der Einladung des KDFB Diözesanverbands Eichstätt zur Diözesandelegiertenversammlung mit Neuwahlen ins Gasthaus Ledl nach Gaimersheim gefolgt. Hierbei wurde Walburga Kretschmeier aus Denkendorf als neue Diözesanvorsitzende des KDFB Diözesanverbandes Eichstätt gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Rosalinde Göppel aus Herrieden an, die nach vier Jahren als erste Vorsitzende und vier Jahre als stellvertretende Vorsitzende nicht mehr kandidierte.

Zu Beginn der Versammlung begrüßte die bisherige Diözesanvorsitzende Rosalinde Göppel neben den Frauen aus den Zweigvereinen auch den gastgebenden Ortspfarrer Pfarrer Max-Josef Schwaiger mit der geistlichen Beirätin des Zweigvereins Gaimersheim Pia Lang. Als Vertreter des Bistums wurden Ordinariatsrätin Barbara Bagorski, Domkapitular Prälat Dr. Christoph Kühn und Jolande Kopp als Vertreterin des Diözesanrates willkommen geheißen.

Aus dem politischen Bereich waren die Landtagsabgeordnete und stellvertretende KDFB-Landesvorsitzende Eva Gottstein, Landrat Anton Knapp sowie die Gaimersheimer Bürgermeisterin, Andrea Mickel gekommen.

Nach einem kurzen Morgenimpuls des geistlichen Beirats des KDFB Diözesanverbandes, Domkapitular Wolfgang Hörl überbrachten alle Ehrengäste Grußworte an die Versammlung und bedankten sich dabei für das außerordentliche ehrenamtliche Engagement der Frauen im KDFB Diözesanverband und den Frauenbund-Zweigvereinen.

Im Bildungsteil am Vormittag referierte Christine Boehl, Vizepräsidentin des KDFB Bundesverbandes zum Thema „Frauenbund: Wo stehen wir? Was haben wir erreicht? Wo wollen wir hin?“ und stellte dabei äußerst informativ die politische Arbeit des Bundesverbandes, die Erfolge und das weitere Engagement des Frauenbunds für Frauen vor. Dabei betonte sie, dass sich Frauenbundfrauen sehr erfolgreich in der Politik eingesetzt und viel erreicht haben. Sie verwies allerdings darauf dass der Frauenanteil im Bundestag nur bei 30 Prozent und im Landtag bei nur guten 20 Prozent liegt. Die Referentin berichtete beispielsweise vom Erfolg bei der Mütterrente, jedoch müsste zur Vereinbarkeit Beruf und Familie noch vieles bei den Kita-Plätzen, Elterngeld, Kinderbetreuung an den Schulen und für Familienpflegezeit getan werden. Auch bei Themen wie Diakonat der Frauen, Zugang wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten und ökumenische Gastfreundschaft konfessionsverschiedener Ehepaaren ist auch in der Kirche noch viel zu tun. Böhl forderte für Frauen eine „Brückenteilzeit“ mit dem Recht wieder in Vollzeit zurückzugehen. Zu Asyl und Migration müssten gerade Flüchtlingsfrauen geschützt werden, auch auf den Fluchtwegen, so Boehl. Hauptaufgabe wird sein, sich hier künftig noch stärker einzusetzen.

In den anschließenden Tätigkeitsberichten über die zurückliegenden Jahre 2016/2107 informierte zunächst Diözesanvorsitzende Rosalinde Göppel zu zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen im KDFB Diözesanverband. Hierbei stellte sie einige Highlights vor, wie z. B. die große Diözesan-Frauenwallfahrt nach Herrieden sowie die Kinderwallfahrt in Seubersdorf, die Aktion Plastikfasten, eine Klausurtagung in der Fair-Trade-Stadt Neumarkt, Begegnungen und Austausch im kirchlichen und politischen Bereich. Drauffolgend berichtete die Diözesanvorsitzende des VerbraucherServices Bayern (VSB), Sigrid Holzer, ebenfalls von zahlreichen Aktionen. So erhielten der VSB zusammen mit dem KDFB Diözesanverband Eichstätt für die Aktion Plastikfasten den Schöpfungspreis der Diözese. Auf Bezirksebene wurden Vorträge über „Plastik im Alltag“ und „Sport und Ernährung“ in den Zweigvereinen durchgeführt.

Auch die Landfrauenvereinigung mit ihrer Diözesanvorsitzenden Hannelore Wechsler brachte ihren Bericht zu vergangenen Angeboten, wie Exkursionen, Vorträgen, Werkstatt-Tagungen ein. Sie informierte, dass die Landfrauenvereinigung seit 106 Jahren und seit 44 Jahren in der Diözese besteht.

Heidi Maier, Geschäftsführerin und Bildungsreferentin des Frauenbundes, stellte am Ende den Tätigkeitsbericht aus dem Bereich „Eltern-Kind“ vor. In den vergangen zwei Jahren wurden Info-und Aktionsnachmittage, Grundlagenschulungen sowie Aus- und Weiterbildung für Eltern-Kind Gruppen-Leiterinnen, Eltern und Großeltern und alle Interessierten durchgeführt. Ebenso wurden fünf Kurse zu „Kess-erziehen: von Anfang an“ angeboten.

Schatzmeisterin Hedy Frölich trug den detaillierten Kassenbericht vor. Daraufhin stimmte die Versammlung dem Antrag der Kassenprüferin auf Entlastung des Diözesanvorstandes zu.

Im Rahmen der turnusgemäß anstehenden Neuwahlen des Diözesanvorstands wurde Walburga Kretschmeier aus Denkendorf zur neuen Diözesanvorsitzenden gewählt. Sie engagierte sich bereits über 24 Jahre lang als Zweigvereinsvorsitzende im Zweigverein Denkendorf, war bis 2010 Bezirksleiterin und seit 8 Jahren als stellvertretende Diözesanvorsitzende tätig. Mit Maria Herler aus Ingolstadt und Renate Seis aus Weißenburg zogen zwei neue Frauenbundfrauen als stellvertretende Diözesanvorsitzende in den Vorstand mit ein. Ebenso neu dabei ist Irmgard Buckel, die als Diözesanschatzmeisterin gewählt wurde. Die Delegierten bestätigten Bianca Fürsich aus Heideck in ihrem Amt als Diözesanschriftführerin sowie die Kassenprüferinnen Gertrud Rudingsdorfer aus Tauberfeld und Sandra Wickstrom aus Denkendorf.

Nicht mehr kandidiert hatten die bisherige Diözesanvorsitzende, Rosalinde Göppel aus Herrieden, die seit 2014 dieses Amt innehatte. Sie verabschiedete sich mit persönlichen Worten aus ihrer Tätigkeit als Diözesanvorsitzende, dankte den Frauen für die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen des Verbandes und wurde mit anhaltendem stehenden Applaus bedacht. Ebenso stellten sich nicht mehr zur Wahl Marianne Herzog, Hilpoltstein als bisherige stellvertretende Diözesanvorsitzende und Hedy Frölich aus Berching als Diözesanschatzmeisterin. Auch die kooptierten Vorstandsmitglieder Sophie Miehling aus Hofstetten und Michaela Meixner aus Hilpoltstein, beendeten ihre Tätigkeit im Diözesanvorstand.

Die stellvertretende KDFB Landesvorsitzende Eva Gottstein MdL ehrte alle ausscheidenden Vorstandsmitglieder mit Auszeichnungen für ihr besonderes Engagement für den Verband und die neue Diözesanvorsitzende Walburga Kretschmeier bedankte sich bei ihnen mit Blumensträußen für ihr umfassendes Mitwirken im Diözesanvorstand.   

Auch die neu gewählten Bezirksleiterinnen wurden in ihren Ämtern bestätigt: Rita Pfeifer und Renate Kerzel für Wemding, Irmgard Buckel, Gertraud Salomon und Anita Schmelzer für Herrieden; Conny Hörl und Renate Seis für Weißenburg; Sophie Miehling und Elfriede Nuber für Eichstätt; Christine Meyer und Christiane Weber für Ingolstadt; Anna Geyer für Beilngries; Gertraud Deyerler und Bianca Fürsich für Hilpoltstein; Eva Düring und Gertraud Schels für Neumarkt; Mathilde Betz und Kerstin Weidinger für Velburg sowie Gertraud Steuerl für Kastl. Mit großem Dank für langjähriges Engagement im Frauenbund als Bezirksleiterin verabschiedete die neue Diözesanvorsitzende Walburga Kretschmeier: Erika Grillmeier für den Bezirk Beilngries, Johanna Heckel für Hilpoltstein, Gertrud Rudingsdorfer für Ingolstadt, Thekla Lehmeier für Kastl, Hedy Frölich für Neumarkt, Sieglinde Kaiser für Schwabach, Karin Grosser für Weißenburg und Hannelore Zinsmeister für den Bezirk Wemding.

Zum Ende der Diözesandelegiertenversammlung berichtete Abbè Caliope von den Frauen in Burundi. Für ein neu geplantes Projekt, den Bau von Räumen für Kinderbetreuung überreichte ihm die neugewählte Diözesanvorstandschaft eine Spende, die durch spontane Spendenbereitschaft der Delegiertenversammlung noch auf über 1100 € aufgestockt wurde. Seit 2003 unterstützt der Diözesanverband den Frauenbund im Erzbistum Gitega in Burundi. Nach abschließenden Informationen zu weiteren geplanten Veranstaltungen des KDFB Diözesanverbandes im Herbst 2018 bedankte sich Walburga Kretschmeier beim Frauenbund Gaimersheim mit Vorsitzender Annemarie Nerb für die großartige Unterstützung mit Kuchen. Zudem richtete sie ihren Dank an alle Delegierten und Ehrengäste.

Ganztägig hatten alle Frauen die Möglichkeit, sich am Stand des VerbraucherService Bayern und beim Sozialdienst katholischer Frauen zu informieren.

Seinen Abschluss fand die Delegiertenversammlung des KDFB Diözesanverbandes Eichstätt mit einem Gottesdienst in der Gaimersheimer Pfarrkirche, den der Geistliche Diözesanbeirat Domkapitular Wolfgang Hörl zusammen mit Ortspfarrer Max-Josef Schwaiger und Abbè Caliope aus Burundi zelebrierte.