Zum Inhalt springen

Rückblick

Veranstaltungen 2014

Feier zum 100jährigen Jubiläum des Frauenbundes Monheim, 07.06.2014

100 Jahre Katholischer Deutscher Frauenbund Monheim

Die Jubiläumsfeier in der Stadtpfarrkirche St.Walburga begann mit dem feierlichen Einzug der geistlichen Herren, Stadtpfarrer und Geistlicher Beirat Michael Maul, dem Geistlichen Beirat der Diözese Eichstätt Pfarrer Konrad Herrmann, Pfr. i. R. Wilhelm Schmidt und Pfr. i. R. Theo Merlein,  sowie Diakon Thomas Rieger mit dem  Evangeliar und den Ministranten, den Vorstandsmitgliedern des Jubiläumsvereins und Frauen aus den Bezirksvereinen Wemding und Fünfstetten mit ihren Fahnenabordnungen. Stadtpfarrer Maul begrüßte die Festgäste und Gläubigen und segnete dann das neue Banner des Jubelvereins. Pfarrer Herrmann ging in seiner Festpredigt auf das Pfingstevangelium und die Gaben des Heiligen Geistes ein, die auch die Kirche erfüllen sollen und ebenso den Frauenbund. In den Fürbitten wurde auch den verstorbenen Seelsorgern und Frauenbundmitgliedern gedacht.  Der Kirchenchor umrahmte den Festgottesdienst mit der Gounot-Messe, „Singet dem Herrn“ und „Preiset Gott den König“. Nach dem großen „Tedeum“ erfolgte der Auszug und danach zogen alle Jubilare und Festgäste zu den Klängen der Stadtkapelle zur Stadthalle, wo der Festakt stattfand, den die Monheimer Stadtkapelle ebenfalls musikalisch eröffnete und schwungvoll durch den Nachmittag begleitete.

Die 1.Vorsitzende Irmgard Kuhnert begrüßte die Anwesenden hielt einen Rückblick auf die vergangenen 100 Jahre Frauenbund, dessen Wurzeln in das vorletzte Jahrhundert reichen. Im Jahre 1883 gab es bereits einen Verein christlicher Mütter, um praktische und karitative Hilfe zu leisten, woraus dann 25 Jahre später ein ambulanter Krankenpflegeverein erwuchs. Der Mütterverein lud am 15.Februar 1914 ungefähr 300 Frauen zur Versammlung, die von dem damaligen Stadtpfarrer Madlener geleitet wirde, in den Nestmeiersaal ein, wozu auch zwei Rednerinnen vom Landesverband des Katholischen Frauenbundes aus München gekommen waren . Mit 115 Mitgliedern wurde dann der Katholische Frauenbund Monheim gegründet. Inzwischen war der 1.Weltkrieg ausgebrochen und die Arbeit der Frauenbund-frauen bestand vor allem darin alle Frauen in dieser schweren Zeit zu unterstützen in der Sorge um ihre sich im Krieg befindenden Männer und Söhne. 1918 wurde eine Auskunfts-  stelle der Hinterbliebenenfürsorge eingerichtet, mit der Aufgabe , hilfesuchenden Krieger-frauen Auskunft zu geben und Bittgesuche weiterzuleiten. Im Juli 1920 wurde der Frauenbund  von der ambulanten Krankenpflege getrennt.

Am 31. Mai 1926 pilgerten erstmals 94 Frauen und Mädchen zur Gottesmutter nach Wemding. Diese Wallfahrt ist bis auf den heutigen Tag erhalten und findet immer im Mai statt und auch die Anzahl der Pilgerinnen, die jetzt zum Teil auch mit dem Bus oder Auto kommen, ist in etwa der gleichen Höhe geblieben.

Auch Koch-und Nähkurse, sowie Einkehrtage fanden damals schon statt. Ab 1933 kamen sorgenvolle Jahre auf die Bevölkerung zu und die Eintragungen im Protokollbuch wurden immer weniger und hörten 1939 ganz auf, damit niemand durch schriftliche Eintragungen in der Zeit des Nationalsozialismus  gefährdet wurde.

Von 1931 bis 1961 war Frau Anna Gerstner die 1. Vorsitzende. Ab 1933 versuchte sie soweit es ging die Gemeinschaft des Frauenbunds aufrecht zu erhalten. Ab 1961 - 1970 war Frau Hermine Körndle Vorsitzende. Von 1970 – 1992  übernahm Frau Rosa Mittel die Verwantwortung und von 1992 – 2004 leitete Frau Maria Gerstner-Böswald den Verband und seit 2004  ist nun Irmgard Kuhnert 1. Vorsitzende

Diese dankte ihren Vorgängerinnen ganz herzlich für ihren selbstlosen Einsatz und fuhr dann weiter in der Rückschau. Sie meinte seit der Gründung hat sich natürlich viel geändert. Die Wünsche und Ansprüche haben sich verändert und so gilt für den Frauenbund in unserer Zeit, sich immer auf Neues einzustellen.

1993 wurden die Mutter-Kind-Gruppen ins Leben gerufen, und werden bis heute gerne von jungen Müttern mit ihren Kleinkindern besucht. Derzeit gibt es in Monheim zwei Gruppen und in Weilheim eine. Der Frauenbund übernimmt als Träger die Kosten für benötigtes Spielmaterial, Heizkosten und die Ausbildungs- und Fortbildungskosten für die Gruppen-leiterinnen.

Bildung und Weiterbildung in religiösen, sozialen und gesellschaftlichen Fragen  sowie Verbraucherthemen sind bis heute wichtige Punkte im Programm des Frauenbunds und vor allem natürlich das gemeinsame Gebet. Außer der jährlichen Wallfahrt nach Wemding, wird in der Fastenzeit ein Einkehrtag mit einem Geistlichen Herrn angeboten, eine feierliche Maiandacht an Christi Himmelfahrt, ein Oktoberrosenkranz und eine besinnliche Adventsfeier  am 2. Advent. Zusammen mit den evangelischen Frauen wird der Weltgebetstag abwechselnd in Monheim und Büttelbronn gebetet.

Die Unterhaltung kommt jedoch auch nicht kurz und deshalb ist ein Highlight im Jahr der Frauenbundball, der von Frauen jeder Generation gerne besucht wird. Aber auch das Sommernachtsfest, die Hausfrauenabende und die jährlichen Ausflüge finden großen Anklang.

Zum festen Frauenbundprogramm gehören die Kräuterbüschelaktion an Maria Himmelfahrt, das Palmbüschelbinden und der Oster- und Weihnachtsbasar. Aus den Erlösen kann der Frauenbund dann immer wieder Spenden an die eigene Pfarrei, die Mariannhiller-Missionare in Reimlingen  und seit über 30 Jahren an die Missionsstation in Angola, in der Sr. Aquila Ferber aus Kölburg tätig war. Dafür sorgt die Bastelgruppe des Monheimer Frauenbunds, die sich jeden Mittwoch im Pfarrheim St. Walburga trifft; aber auch noch viel zuhause arbeitet.

Es hat aber in den vergangenen Jahren auch viele Pfarr-und Stadtfeste gegeben, wo der Frauenbund die Bewirtung übernahm. Frau Kuhnert dankte allen Bäckerinnen, die durch ihre Kuchenspenden das ermöglichten. Sie erinnerte an die Primiz 1998 , wo der Frauenbund die Blumenteppiche anfertigte und dankte zum Schluss ihrer Rede allen, die sich in den 100 Jahren für den Frauenbund eingesetzt haben. Ihr herzlicher Dank galt dann aber auch vor allem den Frauen, die zur Zeit  in der Vorstandschaft sind und immer viel Zeit opfern, um all die Aufgaben zu bewältigen und auch die 100-Jahrfeier mit vorbereitet haben.

Sie stellte ihre Vorstandschaft vor: stellvertretende Vorsitzende: Hannelore Zinsmeister, Schriftführerin: Heidi Huber, Schatzmeisterin: Rita Pfeifer, Beisitzerinnen: Marianne Schabacker, Christa Poost, Centa Färber, Marianne Gabsa, Gertraud Kurz, Anita Burkhard, Roswitha Meier.Geistlicher Beirat ist seit 2003 H. Stadtpfarrer Michael Maul . Frau Kuhnert dankte ihm im Namen des Frauenbunds für seine Unterstützung und Hilfe, für sein Mitfeiern und sein „immer offenes Ohr“ wenn der Frauenbund ihn braucht.

Sie beendete ihre Rede mit den besten Wünschen an alle Anwesenden und gab der Hoffnung Ausdruck, dass auch in Zukunft Frauen aller Altersgruppen bereit sind, im Frauenbund dabei zu sein  - getreu dem Motto des Kath. Frauenbunds  „ kompetent – solidarisch  - engagiert“.

Nach einem Musikstück sprach dann  H. Stadtpfarrer Maul sein Grußwort und dankte den Frauenbundfrauen für alles was sie für die Kirche an Arbeit leisten und vor allem auch für die Spenden, wodurch schon vieles repariert und ergänzt bzw. angeschafft werden konnte. Er nannte den Frauenbund „eine tragende Säule für unsere Pfarrei“ und  wünschte dem Frauenbund, dass junge Frauen sich einbringen mögen und der Frauenbund noch lange Bestehen kann.

Bürgermeister Günther Pfefferer nannte in seinem Grußwort den Frauenbund einen bundesweiten Zusammenschluss von Frauen aller Altersstufen, deren Ziele und Aufgaben es sind, Frauen zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit und zur Vertiefung ihres Glaubens anzuregen., Informationen und Weiterbildung zu vermitteln und sie zu ihrer Arbeit in Familie und Beruf, Gesellschaft, Staat und Kirche zu befähigen. Der Wunsch des Bürgermeisters Kraft, Mut und Gottes Segen in den kommenden Zeiten.

Nach einem weiteren Musikstück ergriff die Diözesanvorsitzende Renata Fuß-Hanak das Wort und begrüßte alle Anwesenden, vor allem die Frauen des Jubelvereins. Sie überbrachte die Grüße des Eichstättter Diözesanverbands und gab einen kurzen Einblick in dessen Arbeit und stellte fest, dass es wirklich nicht selbstverständlich oder einfach ist in der heutigen Zeit neue Mitglieder zu gewinnen.. Es kommt sehr selten vor, dass ein Zweig-verein so lange besteht. Sie dankte den jetzigen Vorstandsfrauen und deren anwesenden Vorgängerinnen. Dann nahm sie noch Stellung zum VSB (Verbraucherservice Bayern) und zum (LV) Landfrauenverein, die schon seit langer Zeit zum Frauenbund gehören und erklärte den Gästen, wann und wie sie diesen Service nützen können. VSB sowie LV kommen auch gerne mit ihren Vorträgen vor Ort. .Dann lud sie zu einer kleinen Meditation zum Thema „Talente“ ein.

Nach einem weiteren Musikstück folgte eine kurze Ehrung der ehemaligen Vorsitzenden: Frau Rosa Mittel für 22 Jahre, Frau Maria Gerstner Böswald für 12 Jahre und Frau Hermine Körndle für 9 Jahre . Letztere konnte jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst anwesend sein und deshalb nahm ihre Tochter Maria die Auszeichnung entgegen.Jede Dame erhielt die neue Ehrennadel des Katholischen Frauenbunds und einen Blumenstrauß.

Danach überraschte die jetzige Vorstandschaft ihre Vorsitzende Frau Irmgard Kuhnert für ihr 10jähriges Jubiläum als Vorsitzende. Ihre Stellvertreterin Hannelore Zinsmeister überreichte ihr mit ein paar kurzen Worten des Dankes und der Anerkennung einen Blumenstrauß undein kleines Geschenk.

Es folgte ein weiteres Musikstück und dann brachte Barbara Nigel eine Einlage zum Thema „Die Frauenbundfrau“, die mit viel Applaus bedacht wurde.

Frau Kuhnert sprach zum Abschluss noch ein paar Worte des Dankes an die fleißigen Helfer im Hintergrund. Kolping und Pfarrgemeinderat, die sich um die Getränke und den Abwasch kümmerten und Herrn Hans Zinsmeister vom Bayrischen Roten Kreuz der für die Sicherheit und als Fahrdienst für ältere, gehbehinderte Frauenbundsfrauen bereitstand.

Bericht: Hannelore Zinsmeister