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Rückblick

Veranstaltungen 2014

Seminar "Wasser des Lebens" - Wie lange noch?, Bayr. Landesverband, Bistumshaus Schloss Hirschberg, 19. und 20.09.2014

 

Wasser ist mehr denn je zu einem kostbaren Gut geworden. In einer Zeit, in der dieses Lebenselement durch Verschmutzung immer mehr bedroht und durch grenzenlosen Verbrauch knapper wird, müssen wir uns als Christen besonders darum sorgen und sind mit der Verantwortung für Gottes Schöpfung direkt angesprochen.

So trafen sich vom 19.-20. September auf Einladung des Bayerischen Landesverbandes zahlreiche Multiplikatorinnen des Katholischen Deutschen Frauenbundes aus ganz Bayern aus den Bereichen „Glaube und Kirche“ sowie „Eine Welt“ zum Seminar „Wasser des Lebens – wie lange noch?“. Spirituelle Impulse und ein Gespräch afrikanischer Frauen an einer Wasserstelle erleichterten den Einstieg für die, durch unser Konsumverhalten gefährdete, weltweite Wasserversorgung. Sank hierzulande der pro Kopfverbrauch auf 122 Liter Wasser pro Tag, steht dem doch der virtuelle Wasserverbrauch zur Produktion unserer Konsumgüter mit 4800 Liter pro Person und Tag gegenüber. Ein erstes Ziel war es, mehr über diesen sog. virtuellen Wasserverbrauch an konkreten Beispielen wie Kaffee- und Orangensaftproduktion zu erfahren. Der Bundestagsabgeordnete Josef Göppel informierte anschaulich über die politische Verantwortung der Bundesregierung, aber auch der einzelnen Länder, Kommunen und letztlich jedes einzelnen Bundesbürgers über einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource Wasser. Fracking, Wasserimport, Mikroplastik im Wasser waren dabei nur einige der angesprochenen Themen. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass unser Leitungswasser, in seiner täglich überprüften Trinkwasserqualität, mit 4 Cent/Liter ein äußerst günstiger Durstlöscher ist.

Mit zahlreichen Informationen und einem nachdenklich stimmenden Zitat Josef Göppels machten sich die Frauen dann wieder auf den Heimweg: „Die Übernahme öffentlicher Güter durch das renditesuchende Kapital ist ein Irrweg der Globalisierung und vor allem ein Verlust der demokratischen Einflussnahme des einzelnen Staatsbürgers.“

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