Rückblick

Veranstaltungen 2011

Von Engeln begleitet, Eichstätt, 29.10.2011

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Ein Tag mit Engeln

Ehemalige Verantwortungsträgerinnen im KDFB waren eingeladen zu einem gemeinsamen Erlebnistag. Dies sollte ein Dankeschön dafür sein, dass sie auf Diözesan- Bezirks- und Zweigvereinsebene Verantwortung übernommen hatten und so den Frauenbund maßgeblich mitgeprägt haben.

Frau Walburga Kretschmeier, stellvertretende Diözesanvorsitzende begrüßte alle Teilnehmerinnen sowie die Referentin des Tages Frau Dr. Claudia Grund.

Frau Grund eröffnete ihr Referat mit dem Schlaflied aus Hänsel und Gretel von Humperding. Sie machte deutlich, dass der Mythos Engel nicht einfach nur ein Kindertraum ist oder nur in  der Welt der Kinder vorkommt. Allein im Internet gibt es zigtausende Einträge von und über Engel. Bereits in der Bibel wird von Engeln berichtet und die Filmwerkstätten bringen viele Filme, die das Wirken von Engeln zum Inhalt haben, auf den Markt. Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche Literatur, die das Thema Engel behandeln. Selbst als Werbemittel müssen Engel herhalten, wenn dadurch Schutz und Hilfe versichert werden.

Der Name Engel bedeutet in seiner ursprünglichen Bezeichnung „Angelus“ Bote, gemeint ist damit der Engel ist ein Geschöpf Gottes und hat die Aufgabe als Bote den Willen Gottes zu den Menschen zu bringen.

Ebenso wird die Verbindung zwischen Engel und Mensch deutlich gemacht: Beide stehen in der Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse.

Nach einer Umfrage glauben inzwischen mehr Menschen an Engel als an die Wirksamkeit von kirchlichen Zusagen. Engel sind einfach da und vermitteln so den Menschen Gottes Nähe. Als reine Geistwesen sind sie für Gott und die Menschen da. Im Schöpfungsbericht werden Engel nicht erwähnt, erst wesentlich später in der Bibel werden sie genannt. Aber nicht nur in der Bibel sondern auch in anderen Kulturen gibt es den Glauben an Engel.

In der Heiligen Schrift wird meist die Begegnung zwischen Engel und Mensch geschildert, in der der Mensch die Nähe oder die Botschaft Gottes erfährt. Im Buch Tobit begleitet der Erzengel Rafael den jungen Tobias auf seiner Reise; der Erzengel Gabriel bringt Maria die Nachricht, dass sie die Mutter Jesu werden soll.
Eine weitere Aufgabe der Engel ist der Lobpreis Gottes. Sie stehen – bildhaft gesprochen – um seinen Thron und loben und preisen ihn. Engel werden gerne als beflügelte Wesen dargestellt. Das Buch Daniel hat dafür eine maßgebende Prägung.

Im Glauben der Kirche gibt es neben den guten Engeln auch die bösen Engel. Sie werden als die gefallenen oder die gestürzten Engel bezeichnet. Dafür haben sich auf die Begriffe wie Luzifer, Satan oder Teufel herausgebildet. Sie wollten gerne wie Gott sein und wurden so gestürzt und kämpfen daher gegen Gott.

Frau Grund ging in ihrem weiteren Vortrag noch auf die Stellen im Alten und Neuen Testament ein, die uns das Wesen und die Art der Darstellungen erläuterten.

Innerhalb der Engel gibt es auch eine Hierarchie. Die wichtigsten Engel sind die Serafim und Cherubim, die bringen den ständigen Lobpreis Gottes dar. Im Alten Testament sind sie die Hüter und Beschützer der Bundeslade. Danach werden die Erzengel Gabriel, Rafael, Michael und Uriel genannt. Dann kommen die übrigen Engel, worunter wir auch die Schutzengel finden.
In der bildenden Kunst waren die Künstler sich uneinig, ob nun Engel männliche oder weibliche Wesen sind.

Der krönende Abschluss war eine Führung durch die Schutzengelkirche. Anhand der vielen Engeldarstellungen wurden die Gedanken der Referentin bildhaft und lebendig wahrgenommen. Es gibt nicht nur Engel als reine Geistwesen – es gibt auch sichtbare und menschliche Engel.

Zum Abschluss des Tages bedankte sich Frau Kretschmeier bei Frau Claudia Grund für die sachkundige und engagierte Begleitung der Frauen, die sich ebenso herzlich bedankten und von dem Tag begeistert waren.