

Rückblick
Veranstaltungen 2011
Delegiertenversammlung der Landfrauen, 28.06.2011, Pleinfeld
„Biologische Vielfalt ist uns wichtig“
Im Pfarrheim in Pleinfeld tagte die Delegiertenversammlung der LV. 44 Frauen davon 25 Delegierte waren anwesend. Nach den Vereinsregularien wurde die bestehende Vorstandschaft wiedergewählt. Sie setzt sich zusammen aus der Diözesanvorsitzenden Hannelore Wechsler aus Mischelbach, ihre Stellvertreterin Brigitte Hausmann aus Wolframs-Eschenbach und die Schriftführerin Erika Held aus Gungolding.
Im zweiten Teil des Nachmittags stand die „Biologische Vielfalt“ im Mittelpunkt. Die Referentin war Marion Ruppaner vom Bund Naturschutz aus Nürnberg, auch Mitglied im Netzwerk Blühende Landschaft. Sie berichtete, dass es in Bayern allein etwa 70 verschiedene Lebensraumtypen und etwa 35 Tausend verschiedene Tierarten gibt. Insekten tragen dazu bei, diese Vielfalt zu erhalten. Obstbäume und Sträucher werden bis zu 80% von Bienen befruchtet. Um die Bienen auch heimisch zu halten, müssen unter den Obstbäumen blühende Wiesen sein. Wildbienen dagegen erhalten unsere Kulturlandschaft, indem sie die Wildpflanzen bestäuben. Schmetterlinge und derer Verschiedenartigkeit sind der Indikator über den Zustand der Natur. Leider ist die bunte Vielfalt verschwunden. Besonders wurde der Rapsanbau angesprochen, denn nach dessen Verblühen können die Insekten fast keine Nahrung mehr finden. Fehlt doch die Randstruktur an den Äckern. Dieses ließe sich leicht verändern, wenn nur ein paar Meter Blühfläche zwischen den Äckern eingearbeitet werden würden. Das betrifft besonders die Wildbienen, die einen Flugradius von etwa 150 Meter haben und somit auch bei intensivem Ackerbau Nahrung bekämen.
Die Hälfte der Pflanzenarten wächst im Grünland, meist jedoch auf Feuchtflächen, Trockenstandorten und Grenzregionen. Das nicht mehr so bunte Grünland ist auch mit nur etwa 15-20 Pflanzenarten attraktiv für Insekten, wenn man sie nicht so oft abmähen würde. Wichtig wäre die Ecken der Wiesen nur bei jeder zweiten Mahd mitzuschneiden. Frau Ruppaner hob die Wichtigkeit von Hecken und Sträuchern hervor, bevor sie dann auf den Gartenbau und das Bestücken von Blumenkästen zu sprechen kam. So sollen in keinen Garten blühende Kräuter und Stauden fehlen. Besonders Insektenfreundlich ist der Borretsch, Goldrute und Kugeldistel. Auch viele Kletterpflanzen, wie die Waldrebe oder die Duftwicke sind sehr beliebt und wenn dazu noch die Blumenkästen mit Fuchsien, Topfmargeriten und Männertreu bepflanzt sind, summt und brummt es bis in den Herbst.





